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Bewusstsein und Selbsterkenntnis

Was wir erleben nicht die wirkliche Welt selbst sondern eine von uns gedanklich erschaffene Projektion. Natürlich Lassen deine Gedanken dich die schwingende Welt auf bestimmte Art und Weise erleben. Der Glaube an eine unabhängige externe Welt ist die bei uns im Westen grundsätzliche Annahme. Dennoch ist das, was wir wahrnehmen nur ein indirekter Hinweis darauf, wie es wirklich ist. Die Vorstellungen über die wirkliche Welt ist eine von uns erlernte, und sie wird durch die Metaprogramme in unserem Inneren gefiltert und ist daher nie vollständig. Das Feld der Schwingungen, wie man es in der Quantenphysik ausmachte, liegt unserer Wahrnehmung zugrunde. Es gibt Menschen mit einer Erkrankung namens Synesthesie, bei denen sich die Eindrücke der Sinneswahrnehmung innerhalb der menschlichen Datenverarbeitung vermischen. Sie können u.U. Musik sehen oder Bilder als Töne wahrnehmen, wie es manchmal auch unter Drogeneinfluß möglich ist. Man sagt, dass unsere Energiezentren die Vibrationen dieses Feldes filtert. Das Feld ist es, was vibriert in unterschiedlichen Frequenzen und es zu dem macht, was es zu sein scheint.

Im alten Ägypten nahm man an, dass es sich bei dem Vorgang des Denkens um einen Sinn handelt. So, wie einem ein bestimmter Geruch in die Nase steigt, so sah man auch die Gedanken als etwas, dass man wahrnimmt und nicht aktiv tut. Und in der Tat ist uns dies nicht vollkommen bewiesen, ob es sich nicht auch so verhält. So wissen wir aus eigener Erfahrung, dass bestimmte Geschehnisse nicht erklärbar sind, wenn zum Beispiel jemand anruft und wir gerade an ihn dachten. Wir können also davon ausgehen, dass vieles, was wir denken nicht unbedingt den Ursprung in und aus uns selbst hat. Gedanken werden empfangen und Empfindungen gleichzeitig wahrgenommen. Die Quelle, aus der alles entsteht ist eine Einheit. Sie ist das Feld. Schon die hermetischen Gesetze sagen aus, dass das All geistiger Natur ist. Denken wäre demnach also nur ein Werkzeug, einer der sechs Sinne. Die Menschen kranken an zu vielem Denken und zu wenigem Fühlen, weil wir das Denken zu einem übermächtigen Staus erhoben haben. Und weil dies so ist, identifizieren und definieren wir uns viel zu sehr damit. Wir sind von Gedanken eingenommen und können es anscheinend genauso wenig zu einen Sinn reduzieren, weil Gedanken nicht unser Sein ist. Wir nehmen zwar die Welt über unsere Gehirnaktivitäten wahr, aber die Gedanken nehmen uns die Sicht zur Wahrnehmung der gesamten Existenz.

Wissenschaftler bezeichnen die Neuroplastizität. Das Gehirn ist in der Lage sich den Anforderungen perfekt anzupassen. Die physikalische Vernetzung ändert sich aufgrund der neuronalen Funktionen die darin ablaufen.  Der kanadische Psychologe Donald Hepp formulierte: zusammen feuernde Neuronen sind miteinander vernetzt. Was man weiter feststellte ist die optimale Vernetzung, die bei einem Zustand nachhaltiger Aufmerksamkeit entsteht. Meditation ist eine Übung hoher nachhaltiger Aufmerksamkeit und verursacht die eigene subjektive Erfahrung der Wirklichkeit lenken zu können.

Daraus lassen sich folgende Schlüsse ziehen: Menschen mit Gedanken von Angst, Sorge und Negativität ermöglichen genau diese Art von Vernetzung, wie es anders herum auch mit Gedanken an Liebe Mitgefühl Dankbarkeit und Freude zu eben dieser Vernetzung führt, wie man es mit dem Benutzen von Hypnosesitzungen (Hypnose App) praktiziert. Aber wie machen wir das, wenn wir von Stress und Notwendigkeiten geplagt sind? Wie hält man Gedanken von Freude und Mitgefühl in seinem Geist? Neuroplastizität ist das, was Buddha vor über 2500 Jahren gelehrt hat. Die Vipassana Meditation ist aus wissenschaftlicher Sicht selbstorientierte Neuroplastizität. „Du akzeptierst deine Wirklichkeit, wie sie wirklich ist, nicht wie du denkst, dass sie ist, sondern am Ursprung des Seins.“ Am Ursprung der Wahrnehmung auf der schwingenden energetischen Ebene nimmst du die Welt wahr, einschließlich deines Körpers, der abseits deines Spirits ja auch die Außenwelt ist, und zwar ohne das Vorurteil oder den Einfluss der Gedanken.

Durch deine anhaltende Aufmerksamkeit am Ursprung des Bewusstseins wird die Vernetzung für eine wesentlich klarere Wahrnehmung der Realität erstellt. Sonst geschieht es anders herum. Ständig überlassen wir den äußeren Erscheinungen die Aufgabe unsere Nervensysteme zu formen. Unsere innere Gelassenheit ist nicht von externen Ereignissen abhängig, Umstände spielen keine Rolle, nur mein Bewusstseinszustand spielt die Hauptrolle. Meditation im Sanskrit bedeutet frei von Bewertung zu sein, frei von jeglichem Vergleich. Du versuchst nicht etwas anderes zu werden, sondern du bist einverstanden mit dem, was ist und gibst dich ihm hin.

Die Art und Weise über das Leiden der Welt der Formen hinwegzukommen ist sich ihrer komplett anzunehmen, „ja“ zu ihnen zu sagen, so dass sie ein Teil von Dir werden, statt das du ein Teil von Ihnen wirst. Das Ego, unser Metaprogramm ist darauf ausgerichtet ständig in Konflikt zu geraten mit dem „Außen“. Wenn wir uns mit dem Außen komplett arrangieren und unumwunden ja zu ihm sagen, dann verliert das Ego, welches nun keinen Stoff mehr hat für den Konflikt, seine eigentliche Aufgabe und bildet sich entsprechend der Neuroplastizität zurück. Stärker hingegen wird die Vernetzung der Auf- und Annahme der Wahrnehmung aller Erscheinungen. So lebt man auf eine Weise, bei der das Bewusstsein nicht mehr in Konflikt mit seinem Inhalt steht!

Wie macht man sich und seine Existenz von unbedeutenden Ambitionen frei? Es muss eine totale Revolution im Bewusstsein hinsichtlich der Ausrichtung stattfinden. Es ist ein radikaler Wechsel in der Ausrichtung von der äußeren zugunsten der inneren Welt. Diese Revolution kann nicht allein durch den Willen oder Anstrengung herbeigeführt werden, sondern auch durch Ergebung und Aufgabe dessen, die Wirklichkeit so zu akzeptieren, wie sie wirklich ist, nicht mehr an ihr zu manipulieren, sondern sie annehmen.

Es ist nicht leicht, sich allen Dingen zu öffnen, besonders dem Schmerz, den keiner will, aber so kurios es ist, je mehr wir es annehmen, desto mehr sind wir in der Lage ihn zu transformieren und umso mehr wir ihn abwehren, desto mehr drängt er sich uns auf. Man muss eben alles akzeptieren, um sich für die evolutionäre Quelle zu öffnen. Du sollst kein Masochist sein, sondern wenn Schmerz kommt, was unvermeidlich ist, akzeptierst du ihn so wie er ist, anstatt dich nach Möglichkeiten der Schmerzfreiheit umzusehen. Die Wahrheit muss man mit dem Herzen lernen.

Das Erleben des eigenen Erwachens ist das Erkennen und Erleben der eigenen Energie als die Energie des Universums selbst. Diese Liebe ist etwas, das man nur selbst zulassen kann, und zwar diese Liebe zu sein, um eins zu sein mit allem. Jegliche Angst verschwindet.

Wie öffnet sich dein Herz? Maharishi sagte „Gott lebt in dir als du, und du musst nichts tun um von Gott oder dir selbst realisiert zu werden“ Entfernt bist du nur durch deine irrigen Gedanken, die dich weiter weg bringen. Aber wenn Gott in dir weilt, warum solltest du dich oder die Welt anzweifeln, oder gar mit ihr in Konflikt geraten? Es ist bereits dein natürlicher Zustand, höre einfach auf zu suchen, richte deine Aufmerksamkeit nach innen und opfere deinen Verstand dem einen Ganzen. Das Herzen deines eigenen Seins wird zu deiner gegenwärtig gelebten Erfahrung. Selbstuntersuchung der einzige und unmittelbare Weg.

Wenn du innere deine innere Lebendigkeit anschaust, beobachtest du in Wirklichkeit Veränderung. Das Maß, mit dem sich eine Person weiter entwickelt hat, ist die erreichte Fähigkeit sich in jedem Moment anzupassen, oder die Umstände des Schmerzes und des Vergnügens in Glücksseligkeit umzuwandeln.

„Jeder denkt daran die Welt zu verändern, aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern.“ Was für ein Irrtum! Das wichtigste Merkmal für das Überleben ist nicht Stärke oder Intelligenz, sondern die Anpassungsfähigkeit an Veränderung. So haben es die erfolgreichsten Spezies immer getan. Ein Meister der Anpassung sollte man werden. Alles erscheint und vergeht, verändert sich. Es gibt nur Leiden, weil wir uns an eine bestimmte Form binden.

Wenn du dich mit dem beobachtenden Teil deiner selbst verbindest, dann wird Glückseligkeit in deinem Herzen sein. Heilige Weise und Yogis beschreiben im gesamten Lauf der Geschichte einhellig, eine heilige Union die im Herzen stattfindet. Alle verschiedenen Lehren, die im Laufe der Geschichte entstanden versuchen das subtile Geheimnis des Herzens auszudrücken. Im Herzen befindet sich die Vereinigung vom männlichen und weiblichen Prinzip in die Spirale des Lebens.

Erleben und bedingungslose Annahme von allem was ist, Annahme ist Liebe, der Ursprung. Um dein Herz zu öffnen musst du dich selbst der Veränderung öffnen. In der scheinbar soliden Welt zu leben, sich mit ihr zu engagieren, völlig zu leben und zu lieben und gleichzeitig zu wissen, dass sie unvollständig ist und sich letztlich alle Formen auflösen und verändern werden.

Glückseligkeit ist die Energie der Stille. Durch Entleerung des Geistes, des Bewusstseins von seinem Inhalt erscheint diese Energie. Der Inhalt dieser Energie, der Glückseligkeit, entstanden aus der Stille, ist das Bewusstsein. Das neue Bewusstsein des Herzens, das mit allem verbunden ist, weil es ein Bewusstsein ist. Das ist tiefste Selbsterkenntnis!

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