Egoprogramm, Unterbewusstsein und Erleuchtung

Erleuchtung

Jeder von uns verkörpert während unseres irdischen Daseins eine Person. Und was allen „Personen“ gemein ist, ist die Tatsache des unterbewussten Gefühls der Getrenntheit vom Ganzen. Die Eigenschaften der Person speisen sich aus den gesammelten Informationen während des gesamten bisherigen Lebens. Die Information und deren Verarbeitung führen zu Überzeugungen, Meinungen und Haltungen und Glaubens- und Verhaltensmustern. Solange diese Aspekte zu einem glücklichen und erfüllten Dasein führen ist alles in Ordnung, wenn man mal von der unbewussten Angst der Getrenntheit absieht. Wenn aber das Metaprogramm in unserem Unterbewusstsein namens „Ego“ uns dazu führt ein ängstliches und abhängiges Leben zu führen, bei dem immer wieder durch Schicksalsschläge Ängste und Unsicherheiten zu einem leidigen Empfinden führen, so ist dies für die Person eine eher unerfüllende Sache.

Wenn man jedoch weiß, dass es sich so verhält, dann wäre man in der Lage an sich zu arbeiten und gewisse Umprogrammierungen vorzunehmen. Und wenn man diese Arbeit nicht selbst erledigt, dann werden die geistigen Gesetze dazu führen, die entsprechenden Erfahrungen zu machen, um sich selbst zu bereinigen. Dieser Prozess dauert leider um einiges länger, als wenn man gezielt sein Unterbewusstsein zu einem Harmonie fördernden Programm umprogrammiert.

Das Programm, welches wir Ego nennen setzt sich also aus den Werten zusammen, die sich in unserem Unterbewusstsein befinden. Die oben genannten Aspekte, wie Meinungen und Überzeugungen haben an und für sich keine Relevanz für die Wirklichkeit. Und so kann man jemanden nach seiner Meinung fragen, und wenn er sie zu Ende formuliert hat, ihn oder sie bitten nun die gegenteilige Meinung einmal zu vertreten. Und wenn man sich gut einfühlen kann, so wird sich eben auch die gegenteilige Meinung für einen richtig anfühlen können. Daraus könnte man schließen, dass es keine allgemein gültige Wahrheit gibt. Insofern sind die zusammengesetzten Nichtwahrheiten einer Person nur sinnloser Stoff, der aber in seiner Konsequenz eine Realität ergibt. Diese Realität ist aufgrund seiner Herkunft aus Nichtwahrheiten eine Illusion.

Wie geht man damit um? Für nicht Erleuchtungswillige ist der beste Weg sein eigenes Programm zu harmonisieren. Aber auch schon dieser Ansatz ist ein Weg hin zur Erleuchtung. Mit Hypnose für die entsprechenden Themen ist man in der Lage die für seinen Zweck richtigen Suggestionen in seinem Unterbewusstsein zu platzieren und sich damit in seine positive Richtung zu verändern. Damit ist es möglich seinem Wunschleben immer ein Stückchen näher zu kommen. Auch unbestritten fördernd ist es, sich über seine eigene Gefühlswelt im Klaren zu sein, denn wer ohne diese Klarheit durchs Leben geht, ist im Endeffekt blind und muss zwangsläufig mit der Welt in Konflikt geraten. Das Ego als Programm kann sogar gar nicht überleben ohne Konflikte. Und so kämpft man im Außen für bessere Verhältnisse, wobei aus dem Unterbewusstsein bereits die nächste Schwierigkeit kreiert wird. Damit wird das Leben zu einer Kette voller aneinander gereihter Problematiken. Jedes Leben ist problematisch, denn das Ego mit seinen Reaktionsmustern agiert nicht, wie der Name schon sagt, sondern re-agiert und befindet sich immer in einem Kreislauf von abwechselnder Freude und Enttäuschung und Frustration.

Wie entkommt man nun dem Kreislauf? Hier kommen die Erleuchtungswilligen auf den Plan. Betrachten wir unser Leben einmal als einen Film im Fernsehen. Wir leben unser Leben und sind vollkommen identifiziert mit unserem Ego, bedeutet wir nehmen uns als die Person wahr, die wir glauben zu sein, und unser Leben als die Wahrheit ohne Illusion. Alles ist so echt und wir können gar nicht glauben, dass es das nicht sein soll. Aber wenn wir nun diese Situation als einen Film anschauen im Fernsehen und wir vergessen haben, dass wir gerade fernsehen, dann entgeht uns vollkommen, dass wir nur fernsehen. Wenn wir in diesem Gleichnis nun an Stelle des Bildschirms nun unser wahres Selbst setzen, dann würde jemand der hereinkommt und uns sagt, dass wir auf einen Bildschirm schauen, einem spirituellen Lehrer gleichen. Man wacht auf und denkt: „Oh, ja, ich sehe ja nur auf den Bildschirm und der Film ist ja gar nicht echt. Adäquat dazu würde der echte spirituelle Lehrer sagen: „Schaue auf das, was Du wirklich bist und erkenne Dich selbst! Wenn Du Dich selbst erkannt hast, dann erkennst Du die Welt!“

Was ist aber das höhere Selbst? Das ist das, was Du entdeckst, wenn Du immer tiefer mit der Frage gehst: „ Wer ist es, der hier etwas wahrnimmt?“ Wenn du hörst, wer ist es dann der da hört und wenn du siehst, wer ist es dann in seiner gänzlichen Tiefe, der da sieht. Kommt man in dieser Frage nur tief genug, so werden die eigenen Konditionierungen des Egoprogramms immer deutlicher erkennbar. Und dadurch wird man immer freier von dem Kreislauf des Karma, also dem selbsterzeugten Leid.

Bei Egos ist es Sitte der Welt die Schuld zu geben. Alles ist Schuld, bloß wir selbst nicht. Verantwortung fängt damit an die Verantwortung für das Geschehen im eigenen Leben zu übernehmen. Wenn du dich selbst erkannt hast, dann wirst du die Welt mit anderen Augen sehen, weil einerseits alles „leicht“ geworden ist, weil du nicht mehr reagieren wirst um Schaden von dir zu wenden, sondern alles in einem schönen aufregenden Licht beschaust und staust. Das ist wahre Hinwendung zur Welt und keine verträumte Abwendung, wie viele der sogenannten Realisten behaupten es zu tun.

Fazit: Für alle, die nicht vorhaben erleuchtet oder erwacht zu werden, denen empfehle ich es sich so bequem wie möglich zu machen und trotzdem die Realität nicht allzu ernst zu nehmen. Und für die Erleuchtunswilligen sage ich nur: „Wer ist es, der da wahrnimmt?“

Und du musst dir nur einen simplen Hinweis wirklich zu Herzen nehmen. Nur Einen! Wenn du diesem Hinweis bis in die Tiefe folgst, dann findest du das, was du ohnehin schon immer gewesen bist, weil es dein wahres Wesen ist, deine Natur.

Hinweis:
Was in dir ist jederzeit fähig, die gegenwärtige Innenwelt und die gegenwärtige Außenwelt zusammen, gleichzeitig und mühelos wahrzunehmen? (Jede Antwort aus dem Kopf ist falsch)

Dieses wahrnehmende Wesen ist keine Person, es hat kein Alter und kein Geschlecht. Es weiß nichts, es tut nichts, es hat keine Form, es kennt keine Zeit, und bleibt immer unverändert und unbewegt. Wenn du erkennst, dass du dieses Wesen bist, erkennt es, als du selbst, dass alles andere, was die Person sich vorgestellt hatte, eine Illusion ist, inklusive der Person selbst. Diese Person existiert jenseits ihrer eigenen Gedanken nicht. Die Person ist nur ein Gedanke. Das wahre Wesen, das du bist, trägt das Parfum des Friedens, der Freiheit und der Liebe in sich.

Daran kannst du es erkennen. Was hindert dich? Nichts. Man könnte jedoch sagen: Hindern tut dich die Person selbst, die die Kontrolle über ihr Leben behalten will, obwohl sie gleichzeitig Freiheit will. Sie will erwachen und gleichzeitig hat sie Angst davor. Allerdings ist die Person (der Sucher) nur eine Illusion. Ein echtes Hindernis gibt es also nicht. Das wahre Selbst ist Hier und Jetzt. Immer. Mehr musst du nicht wissen. Folge dem Hinweis bis Klarheit darüber herrscht, was du wirklich bist. Herrscht keine Klarheit bist du dem Hinweis nicht gefolgt, auch wenn es so scheint, dass du ihn angewendet hast, ohne Ergebnis.

Und noch was: Du bist kein Zustand, Zustände kommen und gehen, sie verändern sich, aber eine Sache bleibt immer und ohne Ausnahme unverändert: Das ist dein wahres Selbst.