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Geschichte der Hypnose

Mesmerieren – der Beginn der Hypnose

Eine kurze Reise in die Vergangenheit von Messmer bis Richard Bandler und John Grinder. Hier ist die Geschichte der Hypnose einmal kurz dargestellt in seinen Etappen.

Schon seit Jahrtausenden in der Geschichte gab es Tempel und Orakel. So begaben sich die Medien in Trance, was nichts anderes war als eine hypnotische Trance, die aber nicht als Anfang  der Geschichte der Hypnose begriffen wurde. Auch in den noch vorher existierenden Naturvölkern gab es Medizinmänner, die mit ihren Ritualen hypnotische Trance bei ihren Patienten erzeugten. Und auch die Tatsache, dass der Mensch sich noch vor 30.000 Jahren ausschließlich in einem Bewusstsein der Hypnose befand, steuerte nichts zur Geschichte der Hypnose bei.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Hypnose als Phänomen von der damaligen modernen Wissenschaft erstmals wahrgenommen. Ein gewisser Franz Anton Mesmer führte Experimente mit Magneten durch, welche er seinen Patienten auflegte. Da Mesmer überaus populär war, wurde die damalige Hypnose auch „Mesmerisieren“ genannt. A.R. Wallace glaubte mit Hilfe des Mesmerisierens einen Nachweis auf die Gallsche Schädelkarte erbringen zu können. Auf der anderen Seite bezeichnete Friedrich Engels die Theorien von Wallace als selbsttäuschend und irrelevant.

Friedrich Engels und die Geschichte der Hypnose

Engels selber habe angeblich einen 12-jährigen Jungen ohne Magnete durch „Anstieren oder Bestreichen“ in Hypnose versetzt, um dadurch das Kind die Wirkung selbsterfundener gallscher Schädelbereiche erfahren zu lassen. Engels folgerte daraus, dass sich Wirkungsweisen erst dann einstellen, wenn dem Patienten gesagt wurde, was man von ihm erwartete. Hier liess der Glaube des Hypnotiseurs an die Schädelkarte unbewusst die erwünschten Hypnose-Effekte wirksam werden, ebenso wie dem Magneten Effekte attestiert wurden, denen jedoch ganz andere Auslöser zugrunde lagen.

James Braid – Augen-OP`s unter Hypnose

Das „Mesmerieren“ hatte damals in Grossbritannien recht viele Kritiker. Nichts desto trotz stellte der britische Augenarzt James Braid beim Auftritt des Magnetiseurs La Fontaine fest, dass das Augenlid-Flattern stets unwillkürlich stattfindet. Neugierig geworden, experimentierte er nun selbst und brachte Probanden dazu,glänzende Dinge zu fixieren,um dadurch einen Trance-Zustand zu erreichen. Er verwarf jedoch später die Ideen des sog. Magnetischen Animalismus und erschuf nunmehr die Theorie der „hirnphysiologischen Veränderungen“, welche während des Trance-Zustandes passieren sollten. Braid operierte vielfach am Auge unter Hypnose-Einfluss und regt e so eine neue Debatte an bezüglich zusätzlicher Behandlungsmöglichkeiten.

Hypnose – auch für Sigmund Freud unverzichtbar

Frankreich war während des 19. Jahrhunderts mit seinen Schulen in Paris (Jean-Martin Charcot) und in Nancy (Ambroise-Auguste Liebeault, Hippolyte Bernheim) der Vorreiter der Hypnose-Forschung. Sigmund Freud wurde in Paris auf Mesmers Studien aufmerksam und behandelte seine Patienten selber nach dieser Methode, wandte sich jedoch später wieder ab. Es ist allerdings bekannt, dass Freud auch danach Hypnose angewendet hat und gegen Ende seines Lebens erklärt, dass seine Psychoanalyse ohne Hypnose nicht möglich gewesen wäre.

Milton H. Erickson – Erfinder und Entwickler der Hypnotherapie

Die Hypnose wurde auf amerikanischer Ebene entscheidend entwickelt und geprägt von Milton H. Erickson, Dave Elman und Kroger. Im englischen Sprachgebiet ist John Hartland am bekanntesten. Angehende britische Hypnoseärzte greifen im Zuge ihrer Ausbildung nach wie vor auf sein Ausbildungswerk „Dictionary of Medical and Dental Hypnosis“ zurück. Die Hypnotherapie, heute die modernste und fortschrittlichste Form der Hypnose, wurde seinerzeit von Milton H. Erickson begründet. Hieraus ging z.B. das NLP (neurolinguistisches Programmieren) hervor. Richard Bandler und John Grinder sind die Begründer von NLP. Die Geschichte der Hypnose ist noch nicht zuende. Gerade die moderne Elektronik bietet ungeahnte Möglichkeiten, die hypnotische Trance zu induzieren. Beobachten wir weiter, was passieren wird. So wird Minddesign ein immer interessanteres Thema.