Hypnose im Allgemeinen

Trance-Zustand als Schlüssel

Seinerzeit war man davon ausgegangen, dass es sich bei der Hypnose um einen Zustand ähnlich dem des Schlafes handelt. Der Hypnose-Therapeut behandelt bzw. coacht dabei den zu hypnotisierenden Klienten. Dabei wird die zu therapierende Person per Hypnose für die Dauer der Sitzung oder Behandlung in einen Trance-Zustand versetzt. Zur Beendigung der Therapiestunde löst der Behandelnde die Trance auf und der Klient kehrt in den Wachzustand zurück. Der Therapeut hat die Möglichkeit, den zu Behandelnden in ein tieferes Trance-Level zu versetzen.Die zu hypnotisierende Person kann dabei auch beide Parts einnehmen, in diesem Fall wird von Selbst-Hypnose gesprochen.

Ansprechen des Unterbewusstseins

Dafür wird der Klient kurz aus der Trance geholt und kurze Zeit später erneut in selbige versetzt. In diesem Fall sprechen wir von Fraktionierung. Sinn und Zweck der Hypnose ist es, durch verbale Suggestionen des Therapeuten das Unterbewusstsein des Klienten anzusprechen, um dort beispielsweise alte Muster und Glaubenssätze aufzulösen oder zu modifizieren. Man könnte sagen, die Festplatte bzw. die Matrix des zu Therapierenden wird zielgerichtet gelöscht bzw. punktuell neu aufgestellt.

Posthypnotische Suggestionen

Bei Suggestionen, die auch nach der Rückkehr in den Wachzustand noch effektiv wirken sollen, handelt es sich um „posthypnotische Suggestionen“. Unter diesem Aspekt treten nachgewiesenermaßen veränderte Aktivitäten in der Informationsverarbeitung des Gehirns auf. Neuropsychologische Untersuchungen unterstützt durch bildgebende Verfahren konnten belegen, dass bestimmte Bereiche des Gehirns hierbei bezüglich Ihrer Aktivitäten selektiv vermindert arbeiten.

Hypnose in der Medizin

Aus medizinischer Sicht ist bekannt, dass durch den Einsatz von Hypnose entweder als separates schmerztherapeutisches Verfahren oder im Zusammenwirken mit Anästhesieverfahren überaus positive Einflüsse auf Operations-Ergebnisse  festgestellt werden konnten. Eine abschliessende Bewertung ist jedoch nicht möglich, da die relevanten Daten auf Studien mit relativ kleinen Fallzahlen basieren. Ebenso durch Hypnose wird die Linderung von Anspannung und Schmerz bei der Geburtshilfe extrem begünstigt. Mittlerweile ergab eine Meta-Analyse von 34 Studien mit über 2.500 Patienten, dass in der Tat durch Hypnose psychische Leiden reduziert, die schnellere Gesundung nach einer OP gefördert und Schmerzen definitiv gemildert werden.

Der Welthypnosetag

Seit dem Jahre 2002 findet jährlich immer am 04. Januar der Welthypnosetag statt. Dann bringen sich mehr als 13.000 professionelle Hypnotiseure weltweit in Verbindung und informieren  über die therapeutischen Möglichkeiten dieser Form der Heilung. Darüber hinaus werden stets die wegweisendsten Lösungsansätze durch Hypnose diskutiert und erläutert. Dieser Tag wurde seinerzeit ins Leben gerufen von der National Guild of Hypnotists (NGH), der ältesten und größten Hypnose-Gesellschaft dieser Welt , mit Sitz in New Hampshire, USA.

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